Holzrücken mit Pferden

Kölner Verfahren

IGZ Broschüre Kölner Verfahren

ePaper
Teilen:

"Die größten Vorteile sind Boden- und Bestandsschonung“

 

Und tatsächlich, trotz des nassen Wetters der letzten Wochen sind nur die Schleifspuren im Oberboden zu erkennen und auch am verbleibenden Bestand sind keine Verletzungen zu finden. So können auch Phasen mit ungünstiger, nasser oder frostfreier Witterung mit den Pferden überbrückt werden. Sobald die Witterung es zulässt, können die Maschinen in kurzer Zeit die Endrückung übernehmen. Die einzelnen Arbeitsschritte in der Holzbringung werden somit entzerrt und machen Waldbesitzende und Unternehmer flexibler. 

Öffenlichkeitsarbeit

 

Neben den Vorteilen in der Waldarbeit, punktet der Einsatz von Pferden natürlich auch in der öffentlichen Wahrnehmung. Gerade in stadtnahen Gebieten können Rückepferde Waldbesucherinnen und Waldbesuchern den Zugang zur Forstwirtschaft erleichtern. Viele Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer kennen den enormen Druck aus der Öffentlichkeit, sobald der Holzeinschlag beginnt. So gesehen können die Pferde somit helfen, Holzeinschlag in schwierigen Gebieten „gesellschaftsfähig“ zu machen. 

Arbeitsverfahren

 

Die IGZ stellt zwei Arbeitsverfahren vor: Beim Kölner Verfahren arbeiteten ein oder mehrere Einspänner mit einem Rückezug zusammen. Pferd und Führer liefern das Holz bis in Greiflänge des eingesetzten Forwarders vor. Dieser rückt dann bei passender Witterung die Stämme aus dem Bestand. Das Verfahren kommt für Abschnitte mit einer Masse von 0,1 bis 0,3 Festmeter in Frage. Im Schnitt liegt die Leistung bei 5,2 Erntefestmetern pro Stunde. 

Rückegassenabstände

 

Auch in schlecht erschlossenen Beständen oder bei dem üblichen und zukunftsfähigen Gassenabstand von 40 Metern, können Pferde beim Vorliefern Ihre Stärken ausspielen